Strategische Steuerung
Die strategische Steuerung ist der unverzichtbare komplementäre Pol zur strategischen Reflexion. Diese beiden Pole zusammen ermöglichen es, „das Maximum an Gewissheit zu sammeln, um dem Ungewissen zu begegnen“ (Morin, 1990). Der Sinn der strategischen Steuerung besteht darin, die aus der strategischen Reflexion hervorgegangenen Orientierungen in die Praxis zu überführen und dabei die schrittweise Anpassung an unerwartete oder schwer vorhersehbare Entwicklungen und Ereignisse zu ermöglichen.
Es geht dabei zum einen um den Umgang mit gegebenen Rahmenbedingungen (oder Herausforderungen) und zum anderen darum, verfügbare Informationen im Sinne einer angepassten Zukunftsvision zu nutzen.
Strategische Steuerung ist ein dynamischer Prozess und umfasst wiederkehrende Aktivitäten wie die Zusammenführung verschiedener, manchmal auch widersprüchlicher Daten, die Analyse von Lösungen im Hinblick auf die Gesamtfunktion des Unternehmens oder des Systems „Unternehmen-Familie“ sowie die Beobachtung oder Vorwegnahme von Entwicklungen. Dies führt zu regelmäßigen Anpassungen und Kurskorrekturen, die, auch wenn sie im Voraus nur schwer planbar sind, trotzdem auf ein „Ziel“ hinlaufen, das zwar beweglich, aber im Hinblick auf die Vision akzeptabel ist (Hemidy, Maxime & Soler, 1993).