Begleitung bei ökologischen Fragestellungen im Betrieb

Strukturiertes Vorgehen

Vorgelagerte Gesamtbetrachtung (Einbindung der Problematik in die Gesamtstrategie des Unternehmens)

Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis der Gesamtsituation auf Ebene des Systems «Betrieb–Familie» zu erarbeiten und dieses dem Betriebsleiter in kompakter, praxisnaher Form zur Verfügung zu stellen. So erhält er eine klare Orientierung für seine Entscheidungen und Massnahmen.
Die Grundlage bildet ein offenes, interaktives Gespräch mit dem Betriebsleiter zu strategischen Fragen (vgl. Leitfaden für das allgemeine Beratungsgespräch).
Dabei werden die zentralen Einflussfaktoren und Zusammenhänge herausgearbeitet, die die aktuelle Dynamik und Kohärenz des Systems prägen – mit besonderem Fokus auf Motivation und Sensibilität in Bezug auf Umwelt- und Klimathemen (Elemente der strategischen Überlegungen, strategischer Wegweiser).

Ein Teil der allgemeinen Daten ist bereits in bestehenden Unterlagen verfügbar (ÖLN-Datenblätter, Abrechnung der Direktzahlungen, allgemeine Fragebögen oder vorhandene Studien) und sollte genutzt werden.
Ergänzend werden fehlende Informationen dort erhoben, wo dies sinnvoll erscheint. Anschließend wird die Analyse mit Blick auf die ökologische Herausforderung vertieft – wobei man auf der Ebene der Gesamtbetrachtung bleibt.

Diese vorgelagerte Gesamtbetrachtung dient dazu, die Handlungsspielräume des Betriebs im Umgang mit einer konkreten ökologischen Fragestellung zu erkennen – ebenso wie die Voraussetzungen und Grenzen für deren Nutzung. Dabei kann es sich um potenziell interessante Parzellen oder Lebensräume, um „gute” oder „schlechte” Praktiken (aus ökologischer Sicht), um die Interessen des Betreibers usw. handeln.

Gezielte fachliche Vertiefung

Die „Verknüpfung” zweier Informationsebenen (strategische Elemente, die die Kohärenz oder die aktuelle Dynamik des Unternehmens-Familien-Systems begründen vs. ökologische Handlungsspielräume des Unternehmens) ermöglicht, die relevanten Objekte zu identifizieren, die aus ökologischer Sicht eingehender analysiert werden müssen. Dabei muss die Gesamtkohärenz im Auge behalten werden.

Die gezielte fachliche Vertiefung kann aus einem eher technischen Gespräch mit dem Bewirtschafter über bestimmte Praktiken oder aus der Besichtigung ausgewählter Parzellen bestehen. Diese neue Untersuchungsebene erfordert Fachkenntnisse und spezifische Instrumente (außerhalb von Strategidea).

Diese vertiefte technische Analyse ermöglicht, konkrete Handlungsansätze zu der betreffenden ökologischen Fragestellung zu formulieren, die mit dem allgemeinen Unternehmensprojekt im Einklang stehen. Und dies unabhängig davon, ob die Initiative vom Betriebsleiter selbst oder von externen Akteuren ausgeht.

Massgeschneiderte Machbarkeitsanalysen

Sobald eine genaue Definition der Massnahmen vorliegt, denen der Bewirtschafter grundsätzlich zugestimmt hat, kann es erforderlich sein, deren Machbarkeit in den betroffenen Bereichen zu prüfen. Dabei kann es sich um die technische, organisatorische, gegebenenfalls kommerzielle oder rechtliche, aber auch um die wirtschaftliche Machbarkeit handeln.

Der methodische Aufwand muss angepasst werden, insbesondere in Abhängigkeit von der Bedeutung der Herausforderung (diese Bedeutung kann anhand der Größe der betreffenden natürlichen Elemente, ihrer vorhersehbaren Auswirkungen auf die Fruchtfolge, das Futtersystem oder die Arbeitsorganisation sowie ihrer potenziellen Beeinträchtigung der Praktiken, Vorstellungen oder Beziehungen des Landwirts bewertet werden). Aber auch entsprechend dem finanziellen Risiko sowie der Komplexität des Systems oder der Dynamik der Umstellung (heikle Übergangsphase).

Verschiedene wirtschaftliche Instrumente kommen in Frage: einfache Referenzwerte, parzellenbezogener Ansatz, Teilbudgets, technische Planungen, Gesamtbetriebsbudget usw. (außerhalb von Strategidea). Einige dieser Gutachten erfordern die Kompetenzen eines Spezialisten.

Liste der Hilfsmittel