Fruchtfolgegemeinschaft – Alle Praxisbeispiele (PDF)

Kontakt

biogmües-abo.ch GmbH
Goltern 20
4578 Solothurn
www.biogmues-abo.ch

Eckdaten

Entstehung: 1994: Hans-Ulrich Müller übernimmt den Betrieb mit damals 18 Kühen, möchte sich gerne weiterentwickeln.
1996: Umstellung des Betriebs auf Bio, erster Anbau von Karotten und Frühkartoffeln
1998: Interesse  des Nachbarbetriebes von Hans Leibundgut an möglicher Zusammenarbeit
2000: Gründung der Fruchtfolgegemeinschaft
2016: Gründung der biogmües-abo GmbH durch Hans-Ulrich und Niklaus Müller (Generationengemeinschaft) und Samuel Otti
Gründung: 2000
Rechtsform: Fruchtfolgegemeinschaft Müller-Leibundgut: keine Rechtsform da mündliche Abmachung.
biogmües-abo GmbH: Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
Laufzeit: Fruchtfolgegemeinschaft Müller-Leibundgut: keine Laufzeit, da mündliche Abmachung.
biogmües-abo GmbH: Nicht festgelegt, unbeschränkt.
Gesellschafter: Fruchtfolgegemeinschaft: Hans-Ulrich und Niklaus Müller, Hans Leibundgut
biogmües-abo GmbH: Hans-Ulrich und Niklaus Müller, Samuel Otti als Teilhaber, insgesamt 10 Betriebe, die ihre Produkte über das Abo abliefern.
Betriebszweige:
  • Bio-Gemüse Produktion, aber auch Erdbeeren und Heidelbeeren auf dem Betrieb Müller
  • Milchvieh, Gras und Mais auf dem Betrieb Leibundgut
Pflanzenbau: Auf den ca. 45 ha der beiden Betriebe läuft auf jedem Schlag eine Fruchtfolge von 6 Jahren. 4 Jahre davon werden durch Hans-Ulrich und Niklaus Müller Gemüse angebaut, 2 Jahre Kunstwiese als Futter für die Kühe von Hans Leibundgut. Der Mist vom Betrieb von Hans Leibundgut wird auf allen Flächen ausgetragen.
Produkte: Ein Teil des Gemüses wird für die Biogemüse-Abos verwendet, die an Kunden in der Region geliefert werden (enthalten auch diverse andere Produkte wie Milch, Sirup, etc. von den anderen Partnerbetrieben). Ein anderer Teil geht an den Grosshandel, wird ab Hof oder am Wochenmarkt in Biel verkauft.
Organisation: Jeder Betrieb wirtschaftet auf eigene Rechnungen und selbstständig. Flächen, welche vom anderen Betrieb für die eigenen Kulturen bewirtschaftet werden, werden als Flächentausch verzeichnet. Die Schläge blieben bei der Gründung der Fruchtfolgegemeinschaft unverändert und wurden nicht zusammengelegt, da praktisch keine davon nebeneinander lagen.

Die Fruchtfolgegemeinschaft Müller-Leibundgut besitzt ebenfalls gemeinsame Maschinen. Philosophie von Hans-Ulrich und Niklaus Müller: «Die Zusammenarbeit bringt weiter.»

Gewinnteilung / Lohnzahlung Jeder Betrieb wirtschaftet auf eigene Rechnung. Innerhalb der GmbH wird der Gewinn geteilt.
Kommunikation Fruchtfolgegemeinschaft: Innerhalb der Fruchtfolgegemeinschaft ist die Zusammenarbeit langjährig und gut eingespielt. Es gibt keine Sitzungen, kurze Gespräche sind bei Bedarf (z. B. Besprechung der neuen Fruchtfolge, Sä- und Erntedaten, Maschinenwartung, etc.) durch die Nähe zueinander immer möglich.

Innerhalb der GmbH: Ebenfalls nur wenige offizielle Sitzungen, auch hier bei Bedarf (z. B. Planung der Sortimente, Liefermengen der verschiedenen Partner, etc.) Gespräche immer gut möglich. Einmal pro Jahr eine Gesellschaftsversammlung mit allen Lieferanten, ebenfalls soziale Anlässe (z. B. ein gemeinsamer Grillabend).