Kontakt

Martin Häberli
Bärfischenhaus 10
3204 Rosshäusern

Playlist: Interview mit Peter Röthlisberger und Martin Häberli

Eckdaten

Entstehung: Peter Röthlisberger hat in den neunziger Jahren angefangen, mit Nachbarn unpraktische kleine Flächen so abzutauschen, dass grössere und besser bewirtschaftbare Parzellen/Schläge entstanden. Alles basierte auf mündlichen Absprachen. Diese Praxis hat sich bei den Kollegen herumgesprochen, heute sind alle Betriebe des Weilers Bärfischenhaus in irgendeiner Form am Flächentausch mitbeteiligt.
Gründung: Seit 1990 kontinuierlich gewachsen, heute sind insgesamt 7 Betriebe an verschiedenen Flächentauschmassnahmen
Rechtsform: Einfache Gesellschaft (subsidiär, keine schriftlich vereinbarte Rechtsform) jeweils zwischen den Betriebsleitenden, welche die betreffenden Flächen abtauschen.

Die effektiv bewirtschafteten Flächen werden in der jährlichen Betriebsdatenerhebung angegeben.

Laufzeit: gültig bis auf weiteres, bis Ende Juni kündbar jeweils auf Ende Jahr
Gesellschafter: Martin Häberli, Peter Röthlisberger, als Beispiele

Alle Landwirte des Weilers und auch auswärtige machen mit. Meist zwei aber auch bis zu 5 Landwirte in einem Flächentausch eingebunden.

Gesamte betroffene Fläche: Ist schwer abzuschätzen, pro Teilnehmer kann es von ein paar m2 bis zu mehreren ha gehen. Zum Teil sind bis zu 5 Landwirte in einen Flächentausch eingebunden.
Organisation: Gegenseitige Absprachen, keine feste Organisationsstruktur notwendig.
Jeder beteiligte Betrieb kann bei Bedarf eine Besprechung einberufen.
Gemeinsame Bauten: Keine, es wurden auch keine neuen Flurwege erstellt oder bestehende Flurwege oder Zufahrten aufgehoben. Der Abtausch dient zur Begradigung der Feldgrenzen oder zu Verkürzung von Hof-Feld Distanzen.
Ausgleich/Entschädigung: Die abgetauschten Parzellenteile sind in der Regel flächengleich, die Vorteile für beide beteiligten Betriebe möglichst ausgeglichen, sodass bisher keine Ausgleichszahlungen oder ähnliches notwendig waren.
Kommunikation: Per Handy oder bei Begegnungen im Alltag jederzeit möglich, alle Beteiligten wohnen und wirtschaften im gleichen Weiler.

Dieses System funktioniert nur, wenn die Kommunikation auch aufrechterhalten wird. Die Landwirte treffen sich alljährlich zum gemeinsamen Abrechnen der Maschinenmieten und Lieferungen zum Jahresabschluss. Das Treffen schliesst mit einem gemeinsamen Höck, an dem die Strategie für das nächste Jahr und vieles mehr besprochen wird.