Bild

Kontakt

Nicolas Pavillard
Association du Grillon
Montavaux
1430 Orges VD

Eckdaten

Entstehung : Am Anfang steht ein Gedankenaustausch zwischen zwei Betrieben „gemeinsam wird es effizienter“

2005: Diplomarbeit von Nicolas Pavillard (Sohn) an der ETH Zürich bei Bernard Lehmann: „Innovative Bewirtschaftungsformen und Strukturanpassungen in der Schweizer Landwirtschaft“.

2006 hat ein dritter Nachbar seinen Betrieb neu organisiert, nachdem er die Milchproduktion eingestellt hatte. Er wendet sich an einen der beiden ersten Betriebe, um Hilfe bei Arbeitsspitzen zu erhalten. Schließlich wird eine dauerhaftere Zusammenarbeit ins Auge gefasst.

September 2006: Präsentation der Diplomarbeit für die interessierten Landwirte und ihre Ehefrauen als Anregung, nachfolgend sollte sich jeder einen Monat darüber Gedanken machen

Oktober 2006: Alle sind sich einig: Wir steigen ein!

Ende 2006 – Juli 2007: Planung, Umsetzung, Festlegung der Fruchtfolge, Anbautechniken, Abrechnungssystem usw.

Gründung: August 2007: Beginn der gemeinsamen Arbeit für Fruchtfolge 2007-2008.

Integration eines vierten Partners ein paar Jahre später.

Rechtsform: Betriebszweiggemeinschaft in Form einer einfachen Gesellschaft mit einen Vertrag, der von Prométerre ausgearbeitet wurde.
Laufzeit: Unbestimmte Dauer, jährliche stillschweigende Verlängerung.

Die Ausstiegsmodalitäten sind im Vertrag definiert.

Gesellschafter: Sébastien Wenger, Christian Stähli, Nicolas Pavillard und David Brand. Zwei der Gründer sind mittlerweile durch ihre Söhne ersetzt worden.
Produktion: 195 ha Ackerfläche werden gemeinsam bewirtschaftet mit:
Weizen, Dinkel, Gerste, Ackerbohnen, Raps, Zuckerrüben, Sonnenblumen, Mais und KunstwieseDie Tierproduktionen sind nicht an dieser Gemeinschaft beteiligt, sondern sind Gegenstand einer anderen Betriebszweiggemeinschaft zwischen einigen der Partner.
Organisation: Die Hauptlinien der Anbautechniken und der Organisation wurden vor dem ersten Anbaujahr festgelegt und dann im Laufe der Zeit angepasst

Die Aufgaben zur Arbeitserledigung werden zwischen den Gesellschaftern und den Mitarbeitern des landwirtschaftlichen Lohnunternehmens eines der Partner aufgeteilt.

Die Gemeinschaft verwaltet ein einziges ÖLN-Dossier, aber 4 Direktzahlungsdossiers (Formular A)
Jeder Gesellschafter erhält die an seine Fläche gebundenen Direktzahlungen.

Im ersten Jahr fanden zahlreiche Sitzungen zur Organisation der täglichen Arbeiten statt.

Jetzt hat sich jeder ein wenig spezialisiert, aber die Entscheidungen werden immer per Telefon oder Socialmedia von den anderen bestätigt. Alle Aufgaben können von mindestens zwei Personen erledigt werden.

Das Ganze wird wie ein einziger grosser Betrieb geführt.

Es wurden keine gemeinsamen Investitionen getätigt. Arbeitsstunden und Maschinen werden der Gemeinschaft von den Mitgliedern in Rechnung gestellt.

Gewinnteilung / Lohnzahlung: Die Arbeits- und Maschinenstunden werden für jede Person und jede Kultur erfasst. Die Kosten für die Produktionsfaktoren werden von der Gemeinschaft getragen.

Die Abrechnung erfolgt nach Kulturen, und das Ergebnis (Gewinn oder Verlust) wird im Verhältnis zu der von jeder Person eingebrachten Fläche, entsprechend den Kontingenten für die kontingentierten Kulturen und entsprechend der verbleibenden Fläche für die anderen Kulturen verteilt.

Auf diese Weise erhält jede Person eine Vergütung für ihre Arbeit und ihre Maschinen sowie den Gewinn aus den Kulturen im Verhältnis zur Fläche.

Kommunikation: Sitzungen werden weniger oft durchgeführt als zu Beginn, da viele Dinge routinemäßig geregelt sind. Für wichtige Entscheidungen werden sie jedoch beibehalten, zum Beispiel bei der Entscheidung über die Fruchtfolge.

Für den Rest gibt es Whatsapp und das Telefon.

Es gibt auch geselligere Momente bei einem Kaffee oder einem Bier, um einfach irgendwelche Themen zu besprechen, die sehr wichtig sind.