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Kontakt

Hanspeter Frey
Bio Gas Lindau AG
Nürensdorferstrasse 4
8315 Lindau
www.bglindau.com

Playlist: Interview mit Hanspeter Frey

Eckdaten

Entstehung: Seit 1995: Hanspeter Frey war schon seit den 1990er Jahren im Bereich Grünfutterentsor­gung und Kompostierung tätig und schon bald auf der Suche nach einem Zusatzertrag für das organische Material, das man gesammelt hat. Vergärungs­anlagen waren damals ein Trend, aber niemand wusste so richtig wie das funktioniert. Er hat sich dann mit dem damaligen Partner seiner bereits bestehenden Stallgemeinschaft zusammen Biogasanlagen angeschaut, v.a. jenseits der Grenze in Deutschland..

ab 2004: Standortsuche, Gespräche mit dem Schulbetrieb des Strickhofs, der einen Standort für einen neuen Schweinestall brauchte. Man konnte gemein­sam eine optimale Lösung in ausreichender Distanz vom siedlungsraum finden.

2005: Gründung einer Kollektivgesellschaft mit dem Gemeinschaftspartner mit dem Ziel eine Biogasanlage zu erstellen und zu betreiben.

2007: Bau der ersten Etappe der Biogasanlage in Lindau auf Land, das im Baurecht vom Kanton Zürich zur Verfügung gestellt wurde.

2017: Gründung der Aktiengesellschaft Bio Gas Lindau AG mit einem dritten stillen Teilhaber

2018: Bau der zweiten Ausbauetappe der Biogasanlage Lindau.

Rechtsform: Aktiengesellschaft
Organisation: Eigenständiger Betrieb mit 2.5 Vollstellen

Verantwortlichkeiten:

  • Hanspeter Frey, Geschäftsführung
  • Rico Kägi, Stellvertretung

(in der Tierhaltergemeinschaft (BZG), welche die beiden Hauptpartner daneben ebenfalls miteinander führen, sind die Verantwortlichkeiten gerade umgekehrt zugeordnet)

Die Biogasanlage:
  • Gülle und Mist von Rindern und Schweinen aus 3 Landwirtschaftsbetrieben sowie Grüngutabfälle werden in Vorgruben im richtigen Verhältnis gemischt
  • Von der Vorgrube kommt die Biomasse in die Hydrolyse und dann in den Fermenter, wo mittels Vergärungsprozess die Gasproduktion stattfindet
  • Die Reste des Gärprozesses werden als Flüssigdünger in der Landwirt­schaft verwertet.
  • Das anfallende Gas aus Fermenter und Nachvergärung wird gereinigt und in einem Gasmotor verwertet, welcher den Stromgenerator antreibt
  • Der Strom wird ins Stromnetz eingespeist.
  • Die Abwärme des Motors wird zur Heizung von Fermenter und Schweinestall genutzt
Laufzeit: Die Bauwerk hat terminlich zwei Eckpunkte: Die Laufzeit des Baurechtsvertrags (99 Jahre) und die Befristung der KEV-Vergütung (20 Jahre, bis Ende 2027)

Wir haben damals eine Laufzeit von 30 Jahren abgemacht und diese dann nach Erstellung der zweiten Etappe etwas verlängert.

Man wird nach Ablauf dieser Zeitspanne gemeinsam wieder schauen, ob und wie und mit wem es weitergehen kann…

Kommunikation: Grundsätzlich müssen die Teilhaber gut zusammenpassen.

Hanspeter Frey und Rico Kägi kennen sich bereits aus ihrer Zusammenarbeit in der Tierhaltergemeinschaft und pflegen eine effiziente Kommunikation.

Meinungsverschiedenheiten werden nicht unterdrückt, sondern auf der Sachebene diskutiert und dann gemeinsam gelöst. Dazu braucht es die Bereitschaft, seine eigene Haltung hinterfragen zu können und den Erfolg des gemeinsamen Projekts im Fokus zu behalten.

Finanzierung:
  • Gesamtinvestition: 4‘000 000 Fr.
  • Davon Anteil Aktiengesellschaft (Aktienkapital): 450‘000.- Fr.

Haftung: Die Beteiligten haften nur mit ihrem Aktienkapital für die finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft, nicht mit ihrem Privatvermögen.

Leistungen/Kosten: Einnahmen:
– Stromverkauf mit kostendeckender Einspeisevergütung (KEV)
– Entsorgung von Grüngut
– Verkauf von Vergärungsresten (Kompost und Dünger)Kosten:
– Betriebskosten (Unterhalt und Reparaturen, Abschreibungen etc.)
– Lohnkosten (Arbeiten der Beteiligten für die Biogasanlage werden mit üblichen Anstellungsverträgen entlohnt)
– Kapitalabgeltung (Zinsen Fremd- und Eigenkapital)