Betriebszweiggemeinschaft – Alle Praxisbeispiele (PDF)

Kontakt

Familie Ackle
Willihof 158
5027 Herznach
www.willihof.ch

Eckdaten

Entstehung: 2003: Familie Ackle baut einen neuen Milchviehstall mit 36 Plätzen, hat aber noch freie Plätze. Der Stall von Ruedi Birri ist nicht mehr Tierschutzkonform, weshalb er seine Kühe im neuen Stall unterbringt.
2006: Gründung der Betriebszweiggemeinschaft in der Milchwirtschaft (ohne Aufzucht und Kälbermast).
2014: Erneuter Ausbau des Milchviehstalls auf neu 62 Plätze
Gründung: Januar 2006
Rechtsform: Einfache Gesellschaft
Laufzeit: nicht offiziell festgelegt.
Gesellschafter: Martin Ackle (Herznach) und Ruedi Birri (Zeihen)
Gemeinsame Betriebszweige:
  • Milchwirtschaft mit insgesamt 62 Kühen (Aufzucht in der BZG enthalten, Mastkälber nicht), davon gehören 12 Ruedi Birri.
  • Auf dem Betrieb der Familie Ackle ebenfalls 230 Mastkälberplätze, 100 Freilandhühner sowie diverse Kleintiere, welche allerdings nicht in der BZG enthalten sind.
Pflanzenbau: Jeder Betriebsleiter baut auf seiner eigenen Fläche das Futter für die eigenen Kühe an (Betrieb Ackle für 50 und Betrieb Birri für 12 Kühe), der Rest der Fläche wird für Ackerbau verwendet. Es wird eine gemeinsame Nährstoffbilanz geführt, um Futter und Hofdünger nicht einzeln aufschreiben zu müssen.
Total werden 60 ha Fläche bewirtschaftet (43 ha Ackle, 17 ha Birri).
Organisation:
  • Ruedi Birri ist am Mo, Mi, Fr, Sa Morgen im Stall und melkt die Kühe, die Fütterung übernimmt meist Martin Ackle. Von diesen vier Einsätzen sind drei verpflichtend, einer gilt als Anstellung von Ruedi Birri und wird auch so entsprechend abgerechnet.
  • Wochenend-Einsatzplan wird jährlich erstellt und auf drei Parteien verteilt: Martin Ackle, Eltern von Martin Ackle, und Ruedi Birri.
Gemeinsame Bauten: Der neue Milchviehstall wurde vollständig durch die Familie Ackle gebaut und auch von ihnen finanziert. Ruedi Birri zahlt seit Beginn der Zusammenarbeit den gleichen Mietzins für die Unterbringung seiner Kühe.
Gewinnteilung / Lohnauszahlung: Futtermittel, Mineralstoffe, etc. werden von Familie Ackle vorfinanziert und jährlich abgerechnet nach dem Prinzip 4/5 (Martin Ackle) und 1/5 (Ruedi Birri). Die Milchmenge sowie das verwendete Kraftfutter werden pro Kuh erfasst und monatlich abgerechnet, je nachdem, wem die Kuh gehört.
Kommunikation: Keine festgelegten Sitzungen, bei Bedarf wird kurz miteinander geredet.