Unbedingt darüber reden!

Die Betriebsübergabe ist ein Schlüsselereignis in der Generationenfolge bäuerlicher Familienunternehmen. Darum soll und darf sie auch jederzeit ein Gesprächsthema in der Familie sein: von den Zukunftsplänen der beteiligten Generationen über mögliche Wohnlösungen bis zum definitiven Zeitpunkt des Bewirtschafterwechsels können alle wichtigen und scheinbar weniger wichtigen Fragen diskutiert werden. Eine ausgewogene Lösung entsteht nur, wenn finanzielle und emotionelle Interessenkonflikte gründlich ausdiskutiert und einvernehmlich bereinigt werden.

Beratung hinzuziehen

Sobald sich aus den Gesprächen innerhalb der Familie heraus der Abklärungsbedarf verdichtet hat, lohnt sich der Beizug einer neutralen Fachberatung. Bei diesen Beratungsgesprächen sollten wirklich alle betroffenen Familienmitglieder teilnehmen, mitdiskutieren und Fragen stellen können. Eine kompetente Beratungsperson kann den Rahmen der Möglichkeiten aufzeigen und wichtige Impulse zur Lösung allfälliger Konflikte geben.

Nachfolge frühzeitig planen

Eine lebzeitige Betriebsübergabe ist anzustreben, denn nur diese kann geplant und vorbereitet werden. Das Abwarten des Erbfalls bedeutet nicht nur auf den Tod zu warten, sondern den Übergabezeitpunkt dem Zufall zu überlassen. Nur zu Lebzeiten können die Generationen der Unternehmerfamilie eine gemeinsame Strategie verfolgen und einen einvernehmlichen Vertrag aushandeln. Der konkrete Übergabezeitpunkt wird dann unter Berücksichtigung betrieblicher Rahmenbedingungen und individueller Wünsche und Möglichkeiten festgelegt. So bleibt auch genügend Zeit, die notwendigen Dokumente und Unterlagen für den Betriebsleiterwechsel zu beschaffen.

Ausserfamiliäre Betriebsübergabe

Unter Umständen ist eine Nachfolge innerhalb der Familie nicht möglich oder sinnvoll – diese Situation ist nicht immer einfach zu lösen. Spezifische Fragen zur ausserfamiliären Hofübergabe werden in dieser Broschüre nicht abgehandelt. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, eine kompetente Fachberatung beizuziehen oder die Angebote spezifisch auf diese Ausgangslage ausgerichteter Beratungsinstitutionen zu nutzen.

Eine ausführliche Darstellung sowie nützliche Checklisten finden Sie im Kapitel Vorbereitung.

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