Terres de Sources
Die Initiative Terres de Sources hat zum Ziel, die Wasserressourcen zu schützen und insbesondere die Qualität des Trinkwassers zu verbessern. Dazu nutzt sie mehrere Hebel: öffentliche Ausschreibungen, die Begleitung der Landwirtinnen und Landwirte bei einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess, und die Förderung der Nachfrage nach lokalen Produkten. Allgemeiner verfolgt die Initiative das Ziel, die Gemeingüter (Wasser, Luft, Biodiversität, Böden usw.) durch eine agrarökologische und ernährungsbezogene Umgestaltung der Regionen zu schützen. Terres de Sources bringt Landwirtinnen und Landwirte, Verarbeitungsbetriebe, Konsumentinnen und Konsumenten und öffentliche Körperschaften zusammen. Gemeinsam fördern sie eine lokale Produktion, die natürliche Ressourcen wie Wasser und Luft schont, umweltfreundlicher ist und den Produzentinnen und Produzenten eine bessere Vergütung ermöglicht.
Drei Schlüsselelemente des Projekts:
- Öffentliche Ausschreibungen für die Gemeinschaftsverpflegung: Öffentliche Körperschaften schreiben Dienstleistungen aus, um die Gemeinschaftsverpflegung mit lokalen Produkten zu versorgen. Es können ausschliesslich jene Landwirtschaftsbetriebe einbezogen werden, die sich im betreffenden Wassereinzugsgebiet oberhalb der Trinkwasserfassungen befinden. Dies führt automatisch dazu, dass Lieferanten ausserhalb der Region und ausserhalb des definierten Einzugsgebiets ausgeschlossen sind.
- Kontinuierlicher Verbesserungsprozess für die Landwirtschaftsbetriebe: Die Betriebe, die am Projekt Terres de Sources teilnehmen, verpflichten sich zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Dabei sollen ihre Anbaumethoden schrittweise nachhaltiger gestaltet werden, mit dem Ziel, die natürlichen Ressourcen und insbesondere die Wasserressourcen besser zu schützen. Als methodischer Rahmen wird die IDEA4-Methode (Indicateurs de Durabilité des Exploitations Agricoles) verwendet. Sie dient dazu, den Ausgangszustand eines Betriebs zu beurteilen und seine Fortschritte im Hinblick auf die festgelegten Ziele zu messen.
- Verbreitung und Ausweitung des Modells: Die Initiative soll auch in anderen Regionen Frankreichs – und gegebenenfalls darüber hinaus – eingeführt werden. Langfristig soll Terres de Sources zu einem nationalen Label für den Schutz der Wasserressourcen und allgemein der natürlichen Ressourcen weiterentwickelt werden. Dabei geht es insbesondere darum, die allgemeinen gemeinsamen Grundsätze an die jeweiligen Partnerregionen anzupassen, das Label Terres de Sources entsprechend den jeweiligen Regionen auszugestalten, ein interregionales Netzwerk bzw. eine nationale Allianz der beteiligten Regionen aufzubauen und grosse nationale Wirtschaftsakteure einzubeziehen, insbesondere den Detailhandel.
Steckbrief
Name
Terres de Sources
Ort
Frankreich
Rechtsform
Société Coopérative d’Intérêt Collectif (SCIC) in der Rechtsform einer Société par actions simplifiées (SAS).
Es handelt sich um eine Kollektivgenossenschaft von öffentlichem Interesse, die als vereinfachte Aktiengesellschaft organisert ist.

Wertschöpfungskette/Produkte
10 strukturierte Produktionsbereiche aus pflanzlicher und tierischer Produktion mit Produkten, die unter dem Label Terres de Sources zertifiziert sind.
Produzent/-innen, Partner/-innen
Die SCIC Terres de Sources besteht aus 70 Produzent/-innen, 18 Verarbeitungsbetrieben, 7 Gebietskörperschaften, 7 Verbänden und 2 Finanzierungsinstitutionen
Mitarbeiter
3 Angestellte
Website
https://terresdesources.fr/
Entstehung
In den 2000er-Jahren begann in der Region Rennes in Frankreich ein gemeinsamer Reflexionsprozess mit den Landwirtinnen und Landwirten. Ziel war es, sie dafür zu gewinnen, sich stärker für den Schutz der Wasserressourcen einzusetzen.
Die Initiative ging von der Collectivité Eau du Bassin Rennais (CEBR) aus, einem Zusammenschluss für die Produktion und Verteilung von Trinkwasser. Unterstützt wurde die Initiative von Rennes Métropole und der Stadt Rennes.
Die Wasserqualität stellt eine grosse Herausforderung dar, insbesondere in Einzugsgebieten, die durch eine intensive und wenig diversifizierte Landwirtschaft und durch lange Lieferketten geprägt sind. Gleichzeitig wollten die öffentlichen Behörden den Anteil biologischer Produkte in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung erhöhen.
Gründung
2012
- Beginn des Projekts und Einführung der Marke „Eau en Saveurs®“. Ziel war es, öffentliche Ausschreibungen für die Schulverpflegung zu organisieren, die ausschliesslich Landwirtschaftsbetrieben offenstanden, die oberhalb der Trinkwasserfassungen liegen.
2015
- Erstes experimentelles öffentliches Beschaffungsprojekt mit der Stadt Rennes und drei Produzent/-innen.
2017
- Umbenennung und Einführung des Labels „Terres de Sources®“. Durchführung der zweiten öffentlichen Ausschreibung mit 15 Gemeinden und 20 Produzent/-innen.
2022
- Gründung der Société Coopérative d’Intérêt Collectif (SCIC) „Terres de Sources“.
2023
- Start des dritten öffentlichen Ausschreibung mit 61 Gemeinden und 88 Produzent/-innen.
Geschäftsmodell
Die Dienstleistungen der Société Coopérative d’Intérêt Collectif (SCIC) Terres de Sources umfassen: die gemeinsame Organisation der Logistik für die Produktverteilung, die zentrale Verwaltung von Bestellungen und Rechnungsstellung und die gemeinsame Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen.
Anforderungen an die Produzenten: Die Zertifizierung „Producteur“ von Terres de Sources basiert auf Richtlinien, die darauf abzielen, die Wasser- und Luftqualität zu schützen. Die Produzent/-innen müssen strenge Anforderungen erfüllen (Verbot von rund 100 Pflanzenschutzmitteln, Verzicht auf GVO, Palmöl, vorbeugenden Antibiotikaeinsatz und Produktion ausserhalb der Saison) und sich zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess verpflichten. Dieser erfolgt in Dreijahreszyklen, um die Umweltauswirkungen der landwirtschaftlichen Produktion schrittweise zu reduzieren. Die Bewertung erfolgt anhand der IDEA4-Methode.
Anforderungen an die Verarbeitungsbetriebe: Die Zertifizierung als „Transformateur Terres de Sources“ basiert ebenfalls auf einem verbindlichen Anforderungskatalog. Dieser regelt die Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und die Vermarktung von Produkten aus zertifizierten Landwirtschaftsbetrieben. Durch ihre Teilnahme setzen sich die Verarbeitungsbetriebe für die Regionalisierung der Lebensmittelversorgung, die stärkere territoriale Verankerung der Produktion und die Unterstützung der Produzent/-innen bei umweltfreundlichen Produktionsmethoden ein. Auch sie müssen bestimmte Zugangsvoraussetzungen erfüllen und sich an einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess beteiligen.
Vermarktung der zertifizierten Produkte: Die mit dem Label „Terres de Sources“ gekennzeichneten Produkte werden über zwei Hauptvertriebskanäle vermarktet:
- Gemeinschaftsverpflegung: Die SCIC fungiert als Grosshändler und übernimmt den Einkauf und den Weiterverkauf der Produkte. Sie kauft bei den Produzent/-innen zu festgelegten Preisen ein und verkauft die Produkte an Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung weiter. Die SCIC erzielt dabei eine Marge für die von ihr erbrachten Dienstleistungen (Ausschreibungen, Logistik, Vertriebsabwicklung). Bei bestimmten Produktionszweigen, beispielsweise Mahlweizen, übernimmt die SCIC zusätzlich eine genossenschaftsähnliche Funktion. Sie stellt den Landwirtinnen und Landwirten bereits vor dem Verkauf an die ersten Abnehmer (beispielsweise Mühlen) Liquidität zur Verfügung. Dies geschieht über eine Partnerschaft mit der Banque Populaire Grand Ouest.
- Endverbrauchermarkt: Der zweite Vertriebskanal umfasst den Grosshandel und Verarbeitungs- und Einzelhandelsbetriebe (Bäckereien, Metzgereien, Lebensmittelgeschäfte). In diesem Fall verwaltet die SCIC den Warenfluss zwischen Produzent/-innen und Abnehmern nicht. Das Geschäftsmodell basiert stattdessen auf einem Lizenzgebührensystem. Die dadurch erzielten Einnahmen dienen dazu, die Bekanntheit und Entwicklung des Labels zu fördern..
Stand der Dinge
Situation im Juni 2025
- 120 Landwirt/-innen, davon 82 biologische Landwirtschaftsbetriebe
- 8.464 ha landwirtschaftliche Nutzfläche, davon 200 ha Buchweizen und 25 ha Hanf (Anbau ohne Pflanzenschutzmittel) und 220 ha Brotweizen
- 10 strukturierte Produktionsbereiche aus pflanzlicher und tierischer Produktion: Bio-Buchweizen, konventioneller Buchweizen, Bio-Weizen, konventioneller Weizen, Hülsenfrüchte und Diversifizierungskulturen, Bio-Gemüse, Bier, Schweinehaltung auf Stroh, Bio-Schweinefleisch, Bio-Rindfleisch
- 20 Verarbeitungsbetriebe
- 125 Verkaufsstellen für Produkte von „Terres de Sources“
- 47 Gastronomiebetriebe (Crêperien, Restaurants usw.).
- 3 Wasserverbände (Collectivité Eau du Bassin Rennais, Eau du Pays de Fougères, Syndicat du bassin versant du Couesnon)
- 7 öffentliche Einrichtungen der interkommunalen Zusammenarbeit (EPCI). Dabei handelt es sich um Verwaltungsstrukturen, in denen mehrere Gemeinden bestimmte Zuständigkeiten gemeinsam wahrnehmen.
Zusammenarbeit
Das Projekt erfordert Partnerschaften mit öffentlichen Akteuren, insbesondere mit lokalen Gebietskörperschaften (Gemeinden, EPCI usw.).
Aktuelle Bedürfnisse
Produzent/-innen: Die Zahl der beteiligten Landwirtschaftsbetriebe soll weiter erhöht werden. Gleichzeitig soll der Anteil der Betriebe, die auf biologischen Landbau umstellen oder bereits biologisch produzieren, gesteigert werden.
Produktionsbereiche: Bestimmte Produktionsbereiche müssen weiterentwickelt werden, beispielsweise der Gemüsebau.
Grosshandel: Die Absatzmöglichkeiten im Grosshandel sollen ausgebaut werden, um eine grössere Reichweite zu erzielen und eine stärkere Wirkung zu erzielen.
Zukünftige Ziele
Neue öffentliche Ausschreibung im Jahr 2027: Für 2027 ist eine vierte öffentliche Ausschreibung vorgesehen. Diese soll gemeinsam mit den beteiligten Akteuren entwickelt werden und auf einige der bisher identifizierten Schwierigkeiten reagieren. Das dafür vorgesehene Gebiet soll grösser sein, um nach und nach weitere Gebietskörperschaften und neue Produzent/-innen einzubinden.
Ausweitung: Das Konzept in weiteren Regionen Frankreichs übertragen werden. Langfristig soll „Terres de Sources“ zu einem nationalen Label für den Schutz der Wasserressourcen werden. Gleichzeitig sollen grosse Wirtschaftsakteure (insbesondere der Grosshandel) eingebunden werden.
Ein weiteres Ziel besteht darin, auf jedem Gebiet Angebot und Nachfrag miteinander zu verbinden. Um dies zu erreichen sollen die gemeinsamen Grundprinzipien ab die jeweiligen Partnerregionen angepasst werden, das Label Terres de Sources entsprechend den Besonderheiten der einzelenen Regionen ausgestaltet werden, und eine interterritoriale Allianz (nationaler Zusammenschluss der Partnerregionen) aufgebaut werden.
Prinzipien der Agrarökologie
Von den 13 HLPE-Prinzipien werden bei Terres de Sources insbesondere die folgenden umgesetzt:
Prinzip 2 – Inputreduktion
Dank der Diversifizierung der Kulturen und der Verlängerung der Fruchtfolgen wird der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduziert. Dadurch können die Betriebe ihre ökologische Autonomie stärken, Ressourcen effizienter nutzen, die Bodenqualität und die biologische Qualität des Trinkwassers sowie aller natürlichen Ressourcen verbessern.
Prinzip 5 – Biodiversität
Die Vielfalt der Fruchtfolgen, Kulturen und Landschaftselemente stärkt die biologische Vielfalt auf den Parzellen, in den Betrieben und im gesamten Gebiet. Dies verbessert die ökologische Stabilität und die Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel.
Prinzip 7 – Wirtschaftliche Diversifizierung
Die Schaffung neuer Vermarktungswege, mehrjähriger Verträge und lokaler Wirtschaftskreisläufe sorgt für stabilere Einkommen, unterstützt die langfristige Weiterführung der landwirtschaftlichen Betriebe und hilft den Landwirtinnen und Landwirten, auf wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen zu reagieren.
Prinzip 12 – Verwaltung von Land und Ressourcen
Die nachhaltige Nutzung von Boden, Wasser und anderen natürlichen Ressourcen wird unter Einbeziehung der Landwirte, der lokalen Behörden und der Bevölkerung sowie der verschiedenen Akteure der Agrar- und Lebensmittelbranche (Verarbeiter, Logistikunternehmen, Händler) organisiert. Dies fördert das Bewusstsein und die gesellschaftliche Teilhabe und stärkt die Kohärenz zwischen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Zielen.
Analyse
Herausforderungen
- Sicherung der Risikobereitschaft (Zahlungen für Umweltdienstleistungen, Verträge, soziale Verantwortung von Unternehmen), Risikoteilung zwischen den Akteuren der Wertschöpfungsketten (vom Produzenten bis zum Konsumenten).
- Lange Wertschöpfungsketten aufbauen und gleichzeitig kurze Vertriebswege sichern.
- Sowohl den biologischen Landbau auszubauen als auch die Beteiligung der konventionellen Landwirte auf breiter Ebene zu fördern.
- Die öffentliche Nachfrage soll sowohl durch direkt von öffentlichen Stellen organisierte als auch durch delegierte Beschaffung weiter ausgebaut werden.
- Einführung des 4. öffentlichen Dienstleistungsauftrags „Wasser und Luft“ (zum Schutz der Wasser- und Luftqualität).
- Durch die Diversifizierung der Produktion der Spezialisierung der Regionen entgegenwirken.
- Es müssen geeignete Zwischenverarbeitungsstrukturen geschaffen werden, die gleichzeitig wirtschaftlich rentabel sind. Eine der Lösungen besteht darin, die Infrastrukturen gemeinsam zu nutzen und die Akteure zwischen den Partnerregionen miteinander zu vernetzen.
Erfolgsfaktoren
- Diversifizierung der Absatzmärkte (grosse und mittelgrosse Supermärkte, Gemeinschaftsverpflegung in Unternehmen, private Gastronomie usw.).
- Bekanntheit des Labels weiter steigern. Terres de Sources soll zu einem unverzichtbaren Label für die Regionalisierung der Ernährungssysteme werden und gleichzeitig dazu beitragen, Warenströme sinnvoller und effizienter zu organisieren.
Hindernisse
- Sind die Instrumente und Methoden des Projekts auch ausreichend geeignet, um Produzentinnen und Produzenten zu unterstützen, die in langen Wertschöpfungsketten tätig sind?
- Sind die Akteure der nachgelagerten Bereiche (Verarbeiter, Händler) bereit, zu diesem Vorhaben beizutragen?
Unterstützung
- Partnerschaft mit der Banque Populaire Grand Ouest: finanzielle Unterstützung, Liquiditätsvorschuss zur Bezahlung der Produzent/-innen, bevor die Abnehmer die Ernte bezahlen.
- Partnerschaft mit der Landwirtschaftskammer der Bretagne: Ausbau der Wertschöpfungsketten und Unterstützung bei der Vermarktung der Erzeugnisse.
Stärken
- Innovatives Vertragsmodell im Rahmen des öffentlichen Auftragswesens zur Vergütung von Umweltdienstleistungen.
- Ein anerkanntes Label mit starker regionaler Identität.
- Ein umfangreiches Netzwerk von Akteuren, darunter auch öffentliche Einrichtungen.
- Diversifizierung der Kulturen, wodurch der Einsatz externer Betriebsmittel reduziert werden kann.
- Messbare agrarökologische Wirkungen: Verbesserung der Wasserqualität, der Bodenqualität und der Artenvielfalt.
- Massnahmen zur Weiterentwicklung landwirtschaftlicher Betriebe.
Schwächen
- Fehlende bzw. noch wenig strukturierte Wertschöpfungsketten für tierische Erzeugnisse (Milch, Fleisch), obwohl 75 % der Produzent/-innen einen Tierhaltungszweig betreiben.
- Geringer Gemüseanbau: schränkt die Vielfalt des Lebensmittelangebots ein.
- Keine direkten Investitionen in die Infrastruktur (Lagerung, Verarbeitung, Vertrieb).
- Abhängigkeit vom Engagement der öffentlichen Hand (langfristige Garantie und politische Unterstützung).
Chancen
- Ein Modell, das sich auf andere Regionen übertragen lässt .
- Aufbau lokaler Wertschöpfungsketten.
- Partnerschaft mit dem Grosshandel.
- Zunehmende politische Unterstützung, um den nächsten Schritt zu gehen.
- Stärkere Aufwertung der Regionen sowie der Besonderheiten regionaler Produkte und der kulinarischen Vielfalt.
Risiken
- Eine Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion und der Anbaugebiete, steht der angestrebten Diversifizierung entgegen.
- Wirtschaftliche Hindernisse für die Produzent/-innen (Liquidität, Investitionen).
- Regulatorische Instabilität oder mangelnde Kohärenz zwischen den politischen Massnahmen (Zielkonflikte).
- Verwaltungsaufwand im Zusammenhang mit dem öffentlichen Auftragswesen und den europäischen Vorschriften.
- Die administrative Aufteilung (Gebietskörperschaften) entspricht nicht den Lebensräumen und funktionalen Wirtschaftsgebieten.
- Abhängigkeit von politischen Entwicklungen und Veränderungen der öffentlichen Politik.
Tipps
- Notwendige Hebel für eine Skalierung: Übertragung des Ansatzes auf weitere Gebiete, politische Unterstützung, Einbindung vom Grosshandel, Einbindung langer Wertschöpfungsketten usw.
- Einbindung nichtlandwirtschaftlicher Akteure, um den Ansatz breit umzusetzen.
- Ebene des Einzugsgebiets (Funktionsraum): Die Organisation sollte sich möglichst am funktionalen Lebens- und Wirtschaftsraum orientieren und nicht ausschliesslich an administrativen Grenzen. Der räumliche Umfang sollte je nach Wertschöpfungskette flexibel gestaltet werden können.
- Auch natürliche Ressourcen sind ein wichtiger Faktor bei der Festlegung des Projektgebiets. Beim Schutz der Wasserressourcen sind beispielsweise Wassereinzugsgebiete ein besonders sinnvoller Bezugsrahmen.
- Die Frage des räumlichen Projektumfangs ist von Bedeutung: Es erscheint sinnvoll, den Umfang eines Projekts im Verlauf seiner Entwicklung anpassen und flexibel gestalten zu können.
- Lokale Finanzinstitutionen (z. B. Kantonalbanken) können bei der Unterstützung solcher Vorhaben eine wichtige Rolle spielen und erleichtern die Geldflüsse zwischen den verschiedenen Akteuren.
- Vertragliche Bindung: Verringerung der Instabilität.
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Impressum
Titelbild: Terres de Sources
Icons Prinzipien der Agrarökologie: Agroecology Infopool 2025, Biovision
Fachliche Mitarbeit:
- Nicolas Bezençon, AGRIDEA
- Marc Gilgen, AGRIDEA
- Daniel Helle, Terres de Sources
Weiterführende Links:



