Bodenfeuchtesensoren unterstützen die Landwirtinnen und Landwirte bei der Einschätzung der Wasserspeicherkapazität (Infiltration, Tiefenversickerung und Auswaschung) und den internen Prozessen des Bodens.
Bodenfeuchtesensoren messen den Wassergehalt im Boden, indem sie elektrische oder kapazitive Eigenschaften des Bodens nutzen, die sich je nach Feuchtigkeit ändern. Diese Sensoren liefern Daten für automatisierte Bewässerungssysteme, optimieren die Wassernutzung, helfen bei der Pflanzenpflege und tragen zum Umweltschutz bei.
Funktionsweise
Bodenfeuchtesensoren arbeiten auf verschiedene Arten:
- Elektrischer Widerstand: Diese Sensoren nutzen zwei Metallsonden, die in den Boden gesteckt werden. Ist der Boden feucht, ist der elektrische Widerstand geringer; ist er trocken, ist er höher.
- Kapazitive Messung: Diese Sensoren messen nicht direkt die Feuchtigkeit, sondern die Veränderung der Kapazität des Bodens, die durch den unterschiedlichen dielektrischen Kontrast zwischen Wasser und Boden entsteht.
- TDR-Sensoren (Time-Domain-Reflectometry): Diese Sensoren senden elektromagnetische Wellen aus und messen die Zeit, die sie für den Durchgang durch den Boden benötigen, um den Feuchtigkeitsgehalt zu bestimmen.
Automatisierte Bewässerung: Bodensensoren können Bewässerungssysteme steuern, um Pflanzen nur dann mit Wasser zu versorgen, wenn es nötig ist.
Optimierung von Ressourcen: Sie liefern Echtzeitdaten über den Wasserhaushalt und ermöglichen eine genaue Steuerung der Bewässerung. Durch präzise Bewässerung können Wasser gespart und teure Überschwemmungen oder Trockenschäden vermieden werden.
Pflanzenwachstum und Erträge: Die richtigen Feuchtigkeitsbedingungen fördern ein gesundes Pflanzenwachstum und sichern höhere Ernteerträge.
Kalibrierung: Sensoren müssen regelmäßig kalibriert werden, um präzise Messwerte zu gewährleisten, da verschiedene Bodentypen unterschiedliche ideale Feuchtigkeitsbereiche haben.
Kompatibilität: Achten Sie auf die Kompatibilität des Sensors mit Ihrem Bewässerungssystem oder anderen Geräten.
Informationen
AgriAqua, 2026. Artikel über das Bewässerungsnetz und andere Publikationen zum Thema. Publikationen | Bewässerungsnetz
BFH-HAFL, 2026. AgriAqua: Neues Spin-off für bessere Wassernutzung in Landwirtschaft. Das bewährte «bewaesserungsnetz.ch», das an der BFH-HAFL entwickelt wurde, wird in die neu gegründete AgriAqua AG überführt.
Ruedi Hunger, Redaktor, Schweizer Landtechnik: Marktübersicht Bodenfeuchtesensoren.
TeleBärn, 2026. Endlich Regen für die Berner Felder. Der Landwirtschaft kommt es gelegen, dass es wieder etwas regnet. Die Berner Bauern warten zum Teil schon seit Wochen auf Niederschlag und achten bei der Bewirtschaftung ihrer Felder entsprechend genau darauf, wie feucht der Boden ist und wie viel sie bewässern müssen. Dafür kommen heute hochmoderne Hilfsmittel zum Einsatz, wie ein Besuch auf dem Hof zeigt.
Mitarbeit
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