{"id":381,"date":"2025-10-01T15:17:41","date_gmt":"2025-10-01T15:17:41","guid":{"rendered":"https:\/\/agripedia.ch\/outils-de-durabilite\/?p=381"},"modified":"2025-10-23T13:47:53","modified_gmt":"2025-10-23T13:47:53","slug":"rise-response-inducing-sustainability-evaluation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agripedia.ch\/outils-de-durabilite\/de\/rise-response-inducing-sustainability-evaluation\/","title":{"rendered":"RISE (Response-Inducing Sustainability Evaluation)"},"content":{"rendered":"    \n<div class=\"has-background-color-agripedia-blue wp-block-agripedia-box\" >\n    \n            <div class=\"agripedia-box-header\">\n            Beschreibung durch den Entwickler oder Partner des Tools        <\/div>\n    \n    <div class=\"agripedia-box-content\">\n        \n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br><br><\/h3>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Schl\u00fcsselmerkmale<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"326\" height=\"96\" src=\"https:\/\/agripedia.ch\/outils-de-durabilite\/wp-content\/uploads\/sites\/68\/2025\/07\/image-10.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-145\" srcset=\"https:\/\/agripedia.ch\/outils-de-durabilite\/wp-content\/uploads\/sites\/68\/2025\/07\/image-10.png 326w, https:\/\/agripedia.ch\/outils-de-durabilite\/wp-content\/uploads\/sites\/68\/2025\/07\/image-10-300x88.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 326px) 100vw, 326px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table is-style-regular\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><strong><strong>Toolname<\/strong><\/strong><\/td><td><a href=\"https:\/\/www.bfh.ch\/hafl\/de\/forschung\/alle-dienstleistungen\/rise\/\">RISE (Response-Inducing Sustainability Evaluation)  <\/a><\/td><\/tr><tr><td><strong>Ursprung \/ Eigent\u00fcmer \/ Auftraggeber der Entwicklung des Instruments<\/strong><\/td><td>Entwickelt an der Berner Fachhochschule \u2013 HAFL (Hochschule f\u00fcr Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften)&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td><strong>Sprache(n)<\/strong><\/td><td>RISE 4.0 Deutsch, Englisch (weitere Sprachen werden nach Bedarf implementiert)&nbsp;<br>RISE 3.0 Deutsch, Englisch, Franz\u00f6sisch, D\u00e4nisch, Spanisch, Ukrainisch, Portugiesisch<\/td><\/tr><tr><td><strong><strong><strong>Entstehungsjahr und Markteinf\u00fchrungsjahr<\/strong><\/strong><\/strong><\/td><td>Entwicklung seit 1999; kontinuierliche Weiterentwicklung, aktuell in Version 4.0 verf\u00fcgbar<\/td><\/tr><tr><td><strong>Geographisches Gebiet der Nutzung (Land)<\/strong><\/td><td>Weltweit \u2013 bisher in \u00fcber 60 L\u00e4ndern auf mehr als 6&#8217;000 landwirtschaftlichen Betrieben angewendet. Die meisten Anwendungen wurden in Deutschland, Schweiz, D\u00e4nemark, Armenien, Mexiko, Ecuador, Bolivien, Brasilien gemacht.<\/td><\/tr><tr><td><strong>Kosten f\u00fcr den Nutzer<\/strong><\/td><td>Die Nutzung von RISE ist kostenpflichtig. Die Preise variieren je nach Zielgruppe:&nbsp;<br><br>Forschung &amp; Beratung:&nbsp;<br>Jahreslizenz f\u00fcr 1 Benutzer*in: CHF 740&nbsp;<br><br>Schulen:&nbsp;<br>Lizenzpaket f\u00fcr 1 Lehrperson + 30 Studierende: CHF 970 pro Jahr<br>&nbsp;<br>Studierende:&nbsp;<br>Einzelplatzlizenz: CHF 290 pro Jahr&nbsp;<br><br>Im Preis enthalten sind Support, Zugang zur Software, Arbeitsmaterialien. Weitere Benutzerlizenzen oder Supportleistungen kosten zus\u00e4tzlich.<br>&nbsp;<br>Weitere Informationen zu den Lizenzmodellen finden Sie auf der RISE-Website.&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td><strong>Zielgruppe \/ Analyseebene<\/strong><\/td><td>RISE richtet sich prim\u00e4r an landwirtschaftliche Betriebe und deren Beratungspersonen, eignet sich aber auch f\u00fcr Forschungseinrichtungen, NGOs und Bildungseinrichtungen im Agrarbereich. Die Anwendung erfolgt auf betrieblicher Ebene, wobei der einzelne Betrieb als Analyseobjekt im Zentrum steht. Durch die standardisierte Erhebung der Daten k\u00f6nnen mehrere Betriebe zusammengef\u00fchrt (aggregiert) und ausgewertet werden. Dadurch lassen sich \u00fcberbetriebliche Aussagen zu Regionen, Betriebsgruppen oder Branchen ableiten \u2013 etwa zur Nachhaltigkeitssituation in einem Tal, einer Anbauregion oder einem Produktionszweig. RISE ist somit sowohl f\u00fcr individuelle Betriebsanalysen als auch f\u00fcr systematische Vergleiche und strategische Entscheidungsgrundlagen auf h\u00f6herer Ebene geeignet.&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td><strong>Definition und Dimensionen der Nachhaltigkeit<\/strong><\/td><td>RISE basiert auf dem Nachhaltigkeitsverst\u00e4ndnis der WCED (1987): Entwicklung soll die Bed\u00fcrfnisse der Gegenwart befriedigen, ohne k\u00fcnftige Generationen zu gef\u00e4hrden. Dieses Konzept wird in RISE konkretisiert, indem Betriebsdaten in verschiedenen Handlungsfeldern mit Zielwerten verglichen werden, die aus dieser Definition abgeleitet sind. Bewertet werden unter anderem Bodennutzung, Wasser, Biodiversit\u00e4t, Arbeitsbedingungen, Wirtschaftlichkeit und Betriebsf\u00fchrung.<strong>\u00a0<\/strong><br><br>RISE folgt einem integralen, anthropozentrischen und dynamischen Nachhaltigkeitsverst\u00e4ndnis:<strong>\u00a0<\/strong><br>Anthropozentrisch, da die Befriedigung menschlicher Grundbed\u00fcrfnisse im Zentrum steht.\u00a0<br>Dynamisch, weil nicht nur Zust\u00e4nde, sondern auch Entwicklungen und Trends bewertet werden.\u00a0<br>Integral, weil \u00f6kologische, \u00f6konomische und soziale Aspekte gleichwertig ber\u00fccksichtigt und miteinander verkn\u00fcpft werden.\u00a0<br><br>RISE orientiert sich an einer \u00absensiblen Nachhaltigkeit\u00bb: Ein begrenzter Ersatz nat\u00fcrlicher Ressourcen durch menschliches Kapital ist m\u00f6glich, solange \u00f6kologische Leitplanken eingehalten werden.<strong>\u00a0<\/strong><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Funktionsweise und Methode<\/h2>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Erl\u00e4uterung des Instruments und Ziele&nbsp;<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>RISE (Response-Inducing Sustainability Evaluation) ist ein Instrument zur umfassenden und systematischen Beurteilung der Nachhaltigkeit landwirtschaftlicher Betriebe. Die Ergebnisse machen die St\u00e4rken und Schw\u00e4chen des Betriebs sichtbar.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ziel von RISE ist es, Betriebsleiterinnen eine Grundlage zur Reflexion und Weiterentwicklung ihrer Nachhaltigkeitspraktiken zu bieten. Die Resultate dienen nicht nur zur Statusanalyse, sondern insbesondere als Ausgangspunkt f\u00fcr die Entwicklung eines betriebsspezifischen Nachhaltigkeitsmanagements.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In einem dialogorientierten Prozess werden gemeinsam mit der Betriebsleitung konkrete Handlungsoptionen abgeleitet. Dabei hilft RISE, eine Auslegeordnung m\u00f6glicher Massnahmen zu schaffen, diese nach betrieblichen Interessen und vorhandenen Ressourcen zu priorisieren sowie eine zeitliche Planung zu erstellen.&nbsp;<br><br><br><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Verwendung<\/strong> und Anwendung<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Anwendung von RISE erfolgt in der Regel durch geschulte Personen \u2013Beratende, Forschende oder Studierende \u2013 im Rahmen eines strukturierten Interviews mit der Betriebsleitung. Dieses Interview dauert etwa 4 bis 6 Stunden. Die anschliessende Datenauswertung und Berichterstellung erfordern weitere 4 bis 6 Stunden, Feedbackgespr\u00e4ch 2-3 Stunden je nach Komplexit\u00e4t des Betriebs und Erfahrung der durchf\u00fchrenden Person.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>RISE ist nicht f\u00fcr eine reine Selbsteinsch\u00e4tzung gedacht, sondern wird vorzugsweise durch Dritte angewendet, die daf\u00fcr spezifisch geschult wurden. Die Datenerhebung basiert auf einer Mischung aus Betriebsangaben, Dokumentenanalyse und Expertensch\u00e4tzung, erg\u00e4nzt durch Beobachtungen vor Ort.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist eine Schulung notwendig, um das Tool professionell anzuwenden. Zur Qualit\u00e4tssicherung und Verbreitung des Instruments bietet die BFH HAFL regelm\u00e4ssig <strong>Online-Schulungen<\/strong> an. In diesen Schulungen wird der gesamte RISE-Prozess \u2013 von der Datenerhebung \u00fcber die Auswertung bis zur Beratung, durchgespielt und begleitet. Die Teilnehmenden f\u00fchren eigenst\u00e4ndig eine komplette Analyse durch und erhalten w\u00e4hrend des Prozesses fachliche Unterst\u00fctzung. Die Schulungen finden in mehreren Etappen \u00fcber einen Zeitraum von mehreren Wochen statt und richten sich an Interessierte aus Beratung, Forschung und Lehre.&nbsp; <br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Angewendete&nbsp; Methode<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>RISE basiert auf einem indikatorengest\u00fctzten Bewertungsansatz, der quantitative, semi-quantitative und qualitative Daten kombiniert. Diese werden im Rahmen eines strukturierten Interviews erhoben. Die Auswertung erfolgt mithilfe von Bewertungsfunktionen, die die Betriebsdaten mit vordefinierten Referenzwerten vergleichen und die Ergebnisse auf einer Skala von 0 bis 100 normalisieren \u2013 100 steht f\u00fcr eine vollst\u00e4ndig nachhaltige Praxis, 0 f\u00fcr eine inakzeptable Situation. Die Bewertungen werden zus\u00e4tzlich mit Ampelfarben (gr\u00fcn, gelb, rot) visualisiert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Aus mehreren Indikatorwerten ergibt sich durch Mittelung ein Themenwert. Die Resultate werden im Nachhaltigkeitspolygon grafisch zusammengef\u00fchrt und in Tabellen dargestellt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der neuen Version RISE 4.0 ist die Methode flexibler geworden: Der Interviewprozess kann gezielt auf die Interessen der Betriebsleitenden ausgerichtet werden. Es ist m\u00f6glich, sich auf ausgew\u00e4hlte Indikatoren zu konzentrieren, ohne den gesamten Fragenkatalog durchzuarbeiten. Zus\u00e4tzlich stehen vereinfachte oder detaillierte Indikatorvarianten zur Verf\u00fcgung. Dies erlaubt eine effizientere Nutzung der verf\u00fcgbaren Zeit und er\u00f6ffnet die Option, die Analyse schrittweise im Rahmen mehrerer Betriebsbesuche durchzuf\u00fchren \u2013 insbesondere, wenn eine l\u00e4ngerfristige Begleitung im Sinne eines betrieblichen Nachhaltigkeitsmanagements angestrebt wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>RISE erlaubt zudem die regionale Anpassung von Bewertungsfunktionen und Vergleichswerten (z.\u202fB. nach Klimazone), um sowohl der globalen Anwendbarkeit als auch der lokalen Relevanz gerecht zu werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><br><br><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Angewendete Indikatoren<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>RISE verwendet <strong>47 Indikatoren<\/strong>, die zehn Themenfeldern zugeordnet sind und \u00f6kologische, \u00f6konomische und soziale Aspekte der Nachhaltigkeit abdecken \u2013 darunter z.\u202fB. Biodiversit\u00e4t, D\u00fcngung, Energie, Arbeitsbedingungen oder wirtschaftliche Stabilit\u00e4t.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Je nach Datengrundlage werden unterschiedliche Bewertungsformen angewendet:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Quantitative Daten<\/strong> (z.\u202fB. kg Stickstoff\/ha) werden rechnerisch auf die Skala von 0 bis 100 normalisiert.&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Semi-quantitative<\/strong> (z.\u202fB. \u00abja \/ teilweise \/ nein\u00bb) und <strong>qualitative Angaben<\/strong> (z.\u202fB. eingesetzte Technik) erhalten standardisierte Punktwerte (z.\u202fB. 100 \/ 50 \/ 0).\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Einige Indikatoren sind einfach aufgebaut (z.\u202fB. Biodiversit\u00e4tsmanagement mit fl\u00e4chengewichteten Teilindikatoren), w\u00e4hrend andere komplexer sind und mehrere Berechnungsschritte oder externe Daten erfordern (z.\u202fB. Humusbilanz oder Produktionsintensit\u00e4t).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schwellenwerte und Bewertungsmassst\u00e4be orientieren sich an verschiedenen Kriterien wie gesetzlichen Anforderungen, systemischer Belastbarkeit, Selbsteinsch\u00e4tzung, dem betrieblichen Entwicklungspotenzial oder der Einordnung im Vergleich zu anderen Betrieben. Sie k\u00f6nnen bei Bedarf <strong>regional kalibriert<\/strong> werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><br><br>Beispiel f\u00fcr einen konkreten Anwendungsfall<\/h4>\n\n\n\n<p>Einsatz in Beratungsprojekten weltweit \u2013 z.\u202fB. zur Nachhaltigkeitsbewertung von Kaffeebetrieben in Lateinamerika oder Familienbetrieben in der Schweiz.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Beispiel f\u00fcr die Anwendung von RISE ist die Zusammenarbeit zwischen der Tierschutzorganisation ProTier und der Hochschule f\u00fcr Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL). Dabei wurde RISE erstmals gezielt auf Lebensh\u00f6fe angewendet \u2013 Betriebstypen, die in herk\u00f6mmlichen Nachhaltigkeitsbewertungen bisher wenig ber\u00fccksichtigt wurden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein teilnehmender Betrieb war der Lebenshof \u00abEinfach Sein\u00bb. Die Analyse umfasste ein Vorgespr\u00e4ch, die Betriebsbesichtigung mit Interview, eine schriftliche Auswertung durch die HAFL und ein abschliessendes Feedbackgespr\u00e4ch. Auf Basis der Resultate erhielt der Hof eine \u00dcbersicht seiner St\u00e4rken und Hinweise auf m\u00f6gliche Verbesserungsbereiche. Dank der Teilnahme an der RISE-Nachhaltigkeitsanalyse konnte die Betriebsleiterin des Lebenshofs \u00abEinfach Sein\u00bb erkennen, wo die St\u00e4rken ihres Betriebs liegen und wo es noch Entwicklungspotenzial gibt. Sie beschreibt die Analyse als sehr hilfreiche Standortbestimmung und als Best\u00e4tigung, dass ihr Hof sich auf einem guten Weg befindet.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Der Zeitaufwand f\u00fcr die Betriebe lag bei rund acht Stunden, die Analyse selbst wurde innerhalb eines Monats abgeschlossen. F\u00fcr die H\u00f6fe bot die Teilnahme eine strukturierte Auseinandersetzung mit betrieblichen Nachhaltigkeitsthemen sowie Anregungen zur Weiterentwicklung \u2013 stets auf freiwilliger Basis und mit vertraulichem Umgang der Daten. ProTier unterst\u00fctzte das Projekt finanziell f\u00fcr einzelne Betriebe.&nbsp; <br><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><br>Pr\u00e4sentation der Ergebnisse<\/h4>\n\n\n\n<p>Nach der Analyse erhalten die Betriebsleitenden einen kommentierten Nachhaltigkeitsbericht von der Beratungsperson. Dieser Bericht fasst die wichtigsten Ergebnisse der zehn Themenbereiche zusammen und enth\u00e4lt erste Einsch\u00e4tzungen zu m\u00f6glichen Handlungsfeldern. Ein zentrales Element ist das <strong>Nachhaltigkeitspolygon<\/strong>, das alle Themenbereiche grafisch in einer Gesamt\u00fcbersicht darstellt. Erg\u00e4nzend werden <strong>tabellarische Darstellungen<\/strong> verwendet, um die einzelnen Indikatorwerte sowie deren Bewertung nachvollziehbar darzustellen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"498\" height=\"332\" src=\"https:\/\/agripedia.ch\/outils-de-durabilite\/wp-content\/uploads\/sites\/68\/2025\/07\/image-11.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-152\" style=\"width:500px\" srcset=\"https:\/\/agripedia.ch\/outils-de-durabilite\/wp-content\/uploads\/sites\/68\/2025\/07\/image-11.png 498w, https:\/\/agripedia.ch\/outils-de-durabilite\/wp-content\/uploads\/sites\/68\/2025\/07\/image-11-300x200.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 498px) 100vw, 498px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Polygon der Nachhaltigkeit<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Bei Bedarf kann zus\u00e4tzlich ein detaillierter Ergebnisbericht mit s\u00e4mtlichen Indikatorwerten erstellt werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Zur Weiterarbeit stehen unterschiedliche Hilfsmittel zur Verf\u00fcgung. Standardm\u00e4ssig wird ein <strong>Arbeitsheft<\/strong> angeboten, das Vorlagen f\u00fcr eine SWOT-Analyse, die Entwicklung und Priorisierung von Massnahmen sowie Planungshilfen enth\u00e4lt. <strong>Alternativ k\u00f6nnen auch Karten<\/strong> eingesetzt werden, die den Einstieg in die Reflexion und Strukturierung m\u00f6glicher Massnahmen unterst\u00fctzen. Es unterst\u00fctzt die Betriebsleitung dabei, konkrete n\u00e4chste Schritte zu planen \u2013 im Rahmen ihrer M\u00f6glichkeiten und Zielsetzungen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><br><strong>R\u00fcckmeldungen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">    \n<div class=\"has-background-color-agripedia-green wp-block-agripedia-box\" >\n    \n            <div class=\"agripedia-box-header\">\n            <strong>St\u00e4rken<\/strong>        <\/div>\n    \n    <div class=\"agripedia-box-content\">\n        \n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Ganzheitlicher Ansatz:<\/strong> RISE ber\u00fccksichtigt \u00f6kologische, \u00f6konomische und soziale Nachhaltigkeitsaspekte in einer integrierten Systematik.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Dialogorientiert:<\/strong> Die Anwendung erfolgt im Austausch mit der Betriebsleitung und f\u00f6rdert Reflexion und Lernen.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Praxisnah:<\/strong> Die Ergebnisse sind verst\u00e4ndlich aufbereitet und bieten konkrete Anhaltspunkte f\u00fcr Verbesserungen.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Internationale Erprobung:<\/strong> Das Tool wurde weltweit auf unterschiedlichsten Betrieben eingesetzt und entsprechend weiterentwickelt.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Flexible Software:<\/strong> Die verwendete PSAM-Softwareplattform unterst\u00fctzt die strukturierte Datenerfassung, Analyse und Berichterstellung in verschiedenen Anwendungskontexten, Datenimport von bestehenden Datensystemen.&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n\n    <\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">    \n<div class=\"has-background-color-agripedia-orange wp-block-agripedia-box\" >\n    \n            <div class=\"agripedia-box-header\">\n            <strong>Grenzen oder Herausforderungen<\/strong>        <\/div>\n    \n    <div class=\"agripedia-box-content\">\n        \n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Z<strong>eit- und Personalaufwand:<\/strong> Die Durchf\u00fchrung einer vollst\u00e4ndigen Analyse ist zeitintensiv und setzt geschultes Personal voraus. Neu k\u00f6nnen auch nur noch Teile der Analyse durchgef\u00fchrt werden.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Abh\u00e4ngigkeit von der Interviewqualit\u00e4t:<\/strong> Die Aussagekraft der Ergebnisse h\u00e4ngt von der Qualit\u00e4t des Interviews und der Datenerhebung ab.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Begrenzte Skalierbarkeit:<\/strong> Die individuelle Durchf\u00fchrung ist bei grossen Betriebszahlen oder Programmen organisatorisch anspruchsvoll.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Schnittstellen zu bestehenden Datensystemen:<\/strong> Mehr automatische Anbindungsm\u00f6glichkeiten an bestehende Betriebsmanagement- oder Erfassungssysteme w\u00e4ren w\u00fcnschenswert, um den Erhebungsaufwand zu verringern.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Anpassungsbedarf an regionalen Kontext:<\/strong> Bewertungsfunktionen und Vergleichswerte m\u00fcssen teilweise regional angepasst werden, um lokale Bedingungen angemessen zu ber\u00fccksichtigen.&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n\n    <\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br><br>Geplante Entwicklungen \/ Verbesserungspotenziale<\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Weiterentwicklung des Indikatorensystems:<\/strong> Die \u00dcberpr\u00fcfung und Anpassung des Indikatorensets sowie der Berechnungsvarianten ist als kontinuierlicher Prozess vorgesehen. Bei Bedarf werden neue Indikatoren erg\u00e4nzt oder bestehende Varianten erweitert, um die Aussagekraft und Anwendbarkeit laufend zu verbessern.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Ausbau grafischer Ergebnisdarstellung:<\/strong> Die neue Softwareversion erm\u00f6glicht eine verbesserte, anschaulichere Visualisierung der Resultate, um die Interpretation und betriebliche Nutzung zu erleichtern.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Sprachliche Erweiterung:<\/strong> Weitere Sprachversionen der Software sind geplant, um die internationale Anwendung zu erleichtern und bestehende Nutzergruppen besser zu unterst\u00fctzen.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Online-Selbstlernkurse:<\/strong> \u00dcber Moodle werden digitale Lernangebote aufgebaut, um interessierten Personen einen orts- und zeitunabh\u00e4ngigen Zugang zu Schulungsinhalten zu erm\u00f6glichen und die Reichweite zu erh\u00f6hen.&nbsp;<br><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wichtigste Erkenntnisse aus der Entwicklung oder Anwendung des Instruments<\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Gemeinsames Nachhaltigkeitsverst\u00e4ndnis ist wichtig:<\/strong> Indem man ein gemeinsames Verst\u00e4ndnis von nachhaltiger Entwicklung und Landwirtschaft entwickelt, vermeidet man, dass der Begriff \u00abNachhaltigkeit\u00bb nur zur vordergr\u00fcndigen PR genutzt wird. Durch die Besch\u00e4ftigung mit dem Thema werden Zusammenh\u00e4nge bewusst, es entsteht Bewusstsein und eine intrinsische Motivation zu nachhaltiger Entwicklung.\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Nachhaltigkeit ist Teamarbeit: <\/strong>Ein ganzheitlicher Nachhaltigkeitsansatz in der Landwirtschaft gelingt nur im Zusammenspiel verschiedener Akteure \u2013 Betriebsleitung, Wissenschaft, Verwaltung, Unternehmen und Beratung m\u00fcssen zusammenwirken.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Verbindung mit der Betriebsstrategie:<\/strong> Nachhaltigkeit l\u00e4sst sich nicht isoliert betrachten, sondern steht in engem Zusammenhang mit der \u00fcbergeordneten Strategie des Betriebs.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Freiwilligkeit und politische Rahmenbedingungen:<\/strong> Eine nachhaltige Entwicklung auf Betriebsebene sollte aus eigenem Antrieb erfolgen. Gleichzeitig sind unterst\u00fctzende politische Rahmenbedingungen entscheidend \u2013 etwa durch Energie-, Handels- oder Agrarpolitik. <strong>Die gezielte F\u00f6rderung von Nachhaltigkeitsberatung durch staatliche Programme und Institutionen ist dabei unerl\u00e4sslich, um Betriebe wirksam zu begleiten.<\/strong>&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><br>Weiterf\u00fchrende Informationen &#8230;<\/h5>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table is-style-stripes\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><strong>Dokumentarische Referenzen<\/strong><\/td><td>Informationsbrosch\u00fcren, Ver\u00f6ffentlichungen und Anwendungsberichte auf der BFH-Website<\/td><\/tr><tr><td><strong>Projektreferenzen<\/strong><\/td><td><\/td><\/tr><tr><td><strong>Kontaktperson(en)  <\/strong><\/td><td>RISE-Team, HAFL, Berner Fachhochschule  <br><a href=\"mailto:rise.hafl@bfh.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">rise.hafl@bfh.ch<\/a> <br><br>Jan Grenz, Leiter Nachhaltigkeitsgruppe <br>+41 31 910 21 99  <br><a href=\"mailto:jan.grenz@bfh.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">jan.grenz@bfh.ch<\/a><br><br>Christian Thalmann, Projektleiter RISE\/PSAM <br>+41 31 910 21 31  <br>christian.thalmann@bfh.ch<br> <br>Veronika Zbinden, Wissenschaftliche Mitarbeiterin <br>+41 31 910 29 73  <br><a href=\"mailto:veronika.zbinden@bfh.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">veronika.zbinden@bfh.ch<\/a> <br><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n    <\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><br><br><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group agripedia-impressum is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-group agripedia-impressum-header is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"impressum-801c8307-d480-4a74-8df2-04d60f742d90\">Impressum<\/h5>\n<\/div>\n\n\n\n<p><strong>Autor:<\/strong> Gregory M\u00e9trailler, AGRIDEA<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zusammenarbeit:<\/strong> Orlando Scholz, Astrid Gerz, Franziska Hoffet, Lisa Nilles, AGRIDEA; Verantwortliche oder Partner der Instrumente<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Web Support:<\/strong> Solomon Araya, AGRIDEA<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Titelbild<\/strong>: Gregory M\u00e9trailler<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Seite stellt die Merkmale, die Funktionsweise und die angewandte Methode des RISE-Nachhaltigkeitsinstruments vor. 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